Apotheker - Studium
Die Ausbildung zum Apotheker umfasst ein Pharmazie-Studium an einer Universität und eine anschließende praktische Ausbildung.
Das Grundstudium der Pharmazie hat eine Regelstudienzeit von 4 Semestern. Dort erlernt er die Grundlagen, die für ein Ausüben des Apothekersberufs notwendig sind. Zu den Themengebieten im Grundstudium gehören unter anderem die anorganische und organische Chemie, Pharmazeutische Analytik und die pharmazeutische Biologie. Im Grundstudium muss der Pharmazie Student ein achtwöchiges Praktikum, die sogenannte Famulatur, absolvieren. Dort knüpft er erste Kontakte mit der Berufspraxis.
An das Grundstudium schließt das Hauptstudium an, welches ebenfalls eine Regelstudienzeit von vier Semestern umfasst. Dort vertieft der angehende Apotheker seine Kenntnisse, die er im vorangegangenen Studium erlernt hat. Weitere Themengebiete sind unter anderem die Pharmazeutische und Klinische Pharmakologie und die Ernährungslehre.
Wurde das Studium erfolgreich abgeschlossen, folgt das Praktische Jahr (PJ), das insgesamt zwölf Monate umfasst. Die ersten sechs Monate muss der angehende Apotheker in einer öffentlichen Apotheke absolvieren. Die andere Hälfte kann in einer Krankenhausapotheke, einer Bundeswehrapotheke, an der Universität, in der Pharmaindustrie oder weiterhin in der öffentlichen Apotheke abgeleistet werden. Im Gehaltstarifvertrag vom 01.07.2007 ist vermerkt, dass Pharmaziepraktikanten in den ersten sechs Monaten 593 Euro und danach 826 Euro bekommen.
Der Abschluss zum Apotheker dauert also in der Regel insgesamt 5 Jahre, wovon 4 Jahre (8 Semester) an der Universität abgeleistet werden. In der Realität jedoch brauchten die Absolventen des Prüfungsjahres 2003 durchschnittlich 9,3 Semester (Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 4.2, Bildung und Kultur - Prüfungen an Hochschulen 2003).
Zuletzt bearbeitet: 08. 06. 2009